Autor: Andreas Bruns

  • BFH: Stell­platz­kosten bei Fir­men­wagen keine Vor­teils­min­de­rung

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hat am 9.9.2025 ent­schieden, dass vom Arbeit­nehmer getra­gene Kosten für einen Stell­platz oder eine Garage den geld­werten Vor­teil aus der Über­las­sung eines betrieb­li­chen PKW zur pri­vaten Nut­zung nicht min­dern. Im ent­schie­denen Fall hatte der Arbeit­geber bei der Berech­nung des geld­werten Vor­teils im Rahmen der Gehalts­ab­rech­nung die Zah­lung des Arbeit­neh­mers für die Nut­zung

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  • E‑Auto-För­der­pro­gramm rück­wir­kend ab 1.1.2026

    Vor­aus­sicht­lich ab Mai 2026 können rück­wir­kend für die Zeit ab 1.1.2026 Pri­vat­haus­halte über ein Online-Portal eine gestaf­felte För­de­rung bei Kauf oder Lea­sing neu zuge­las­sener, rein elek­tri­scher Autos sowie bestimmter Plug-in-Hybride und Range-Extender bean­tragen, unab­hängig vom Lis­ten­preis. Für die Jahre 2026 – 2029 stehen ins­ge­samt 3 Mrd. € zur Ver­fü­gung. Die för­der­fä­higen Fahr­zeuge müssen min­des­tens 3 Jahre gehalten

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  • Grund­steu­er­erlass bei Ein­nah­me­aus­fall bis 31.3.2026 bean­tragen

    Eigen­tümer von Grund­stü­cken oder Woh­nungen, die im Jahr 2025 Leer­stand, Miet­aus­fall oder höhere Gewalt (z. B. behörd­liche Nut­zungs­un­ter­sa­gung, Brand-/Was­ser­schaden) ohne eigenes Ver­schulden erlitten haben, können mit­tels eines form­losen Antrags einen Erlass oder Teil­erlass der Grund­steuer bean­tragen. Je nach Aus­fall­höhe kann der Erlass zwi­schen 25 % und 100 % bei Total­aus­fall betragen. Es ist uner­heb­lich, ob

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  • Schon­frist bis Mitte März 2026: Offen­le­gung der Jah­res­ab­schlüsse 2024

    Die Frist zur Offen­le­gung von Rech­nungs­le­gungs­un­ter­lagen für das Geschäfts­jahr mit dem Bilanz­stichtag 31.12.2024 endete am 31.12.2025. Das Bun­des­mi­nis­te­rium der Justiz hat bekannt­ge­geben, dass Ord­nungs­geld­ver­fahren wegen nicht recht­zei­tiger Offen­le­gung von Jah­res­ab­schlüssen jedoch erst ab Mitte März 2026 ein­ge­leitet werden. Bis dahin besteht also noch ohne Fest­set­zung eines Ord­nungs­geldes die Mög­lich­keit, die Offen­le­gung, wenn auch ver­spätet, vor­zu­nehmen.

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  • Unter­halts­zah­lungen min­dern Steuern nur bei Bank­über­wei­sung

    Unter­halts­auf­wen­dungen von z. B. Eltern an Kinder können unter gewissen Vor­aus­set­zungen ein­kom­men­steu­er­lich als außer­ge­wöhn­liche Belas­tung aner­kannt werden. Vor­aus­set­zung ist, dass eine gesetz­liche Unter­halts­pflicht gegen­über dem Unter­halts­be­rech­tigten besteht und kein Anspruch auf Kin­der­geld bzw. Kin­der­frei­be­trag. Lebt die unter­hal­tene Person im Inland, ist die Steu­er­iden­ti­fi­ka­ti­ons­nummer anzu­geben. Der Unter­halts­emp­fänger darf nur geringes Ver­mögen besitzen. Der steu­er­liche Abzug ist

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  • Pausch­be­träge für unent­gelt­liche Wert­ab­gaben 2026

    Das Bun­des­mi­nis­te­rium der Finanzen (BMF) hat mit Schreiben vom 23.12.2025 die für das Kalen­der­jahr 2026 gel­tenden Pausch­be­träge bei Sach­ent­nahmen (unent­gelt­liche Wert­ab­gaben) für Nah­rungs­mittel und Getränke mit­ge­teilt. Diese wurden leicht erhöht. Es han­delt es sich um Netto-Jah­res­be­träge. Bei monat­li­cher Buchung sind die Beträge zu zwölf­teln. Der Gesetz­geber nimmt an, dass Per­sonen, die Nah­rungs­mittel und Getränke gewerb­lich

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  • Arbeit­neh­mer­ent­sen­dung: Aktua­li­sierte Ver­wal­tungs­auf­fas­sung zur steu­er­li­chen Behand­lung von Arbeits­lohn

    Das Bun­des­mi­nis­te­rium der Finanzen (BMF) hat am 19.12.2025 seine Ver­wal­tungs­auf­fas­sung zur steu­er­li­chen Behand­lung von Arbeits­lohn und ‑frei­stel­lungen nach Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kommen (DBA) mit amt­li­chem Muster einer zwin­gend zu ver­wen­denden Beschei­ni­gung aktua­li­siert. Es gilt rück­wir­kend ab 1.1.2025. Ziel ist eine Ver­ein­fa­chung für Arbeit­nehmer und auch die Finanz­ver­wal­tung. Neu ist, dass bei grenz­über­schrei­tenden Arbeit­neh­mer­ent­sen­dungen und Arbeits­frei­stel­lungen durch den Arbeit­geber

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  • Fäl­lig­keits­ter­mine – März 2026

    Umsatz­steuer (mtl.), für Dau­er­frist­ver­län­ge­rung Umsatz­steuer Lohn- u. Kir­chen­lohn­steuer, Soli-Zuschlag (mtl.) Einkommen‑, Körperschaft‑, Kir­chen­steuer, Soli-Zuschlag (VZ): 10.3.2026 (Zah­lungs­schon­frist 13.3.2026) Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge: 24.3.2026 (Abgabe der Erklä­rung – 24 Uhr) (Zah­lung 27.3.2026)

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  • Basis­zins /​ Ver­zugs­zins

    Ver­zugs­zins­satz seit 1.1.2002: (§ 288 BGB) Rechts­ge­schäfte mit Ver­brau­chern: Basis­zins­satz + 5-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen bis 28.7.2014): Basis­zins­satz + 8-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen ab 29.7.2014): Basis­zins­satz + 9-%-Punktezzgl. 40 € Pau­schale Basis­zins­satz nach § 247 Abs. 1 BGB maß­geb­lich für die Berech­nung von Ver­zugs­zinsen seit 01.01.2026 = 1,27 % 01.07.2025 – 31.12.2025 = 1,27

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  • Ver­brau­cher­preis­index

    Ver­brau­cher­preis­index (2020 = 100) 2026 122,8  Januar 2025 122,7  Dezember 122,7  November 123,0  Oktober 122,6  Sep­tember 122,3  August 122,2  Juli 121,8  Juni 121,8  Mai 121,7  April 121,2  März 120,8  Februar 120,3  Januar Ältere Ver­brau­cher­preis­in­dizes finden Sie im Internet unter: http://www.destatis.de – Kon­junk­tur­in­di­ka­toren – Ver­brau­cher­preise

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  • Widerruf trotz Maß­an­fer­ti­gung – kein Wer­ter­satz für Trep­pen­lift

    Wird ein außer­halb von Geschäfts­räumen geschlos­sener Ver­trag wider­rufen, hat der Ver­brau­cher grund­sätz­lich Wer­ter­satz für die­je­nigen Dienst­leis­tungen zu leisten, die der Unter­nehmer bis zum Widerruf tat­säch­lich erbracht hat. Bei Werk­ver­trägen umfasst dies jedoch nur solche Leis­tungen, die sich bereits im Werk ver­kör­pert haben. Im vom Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­denen Fall ging es um den Widerruf eines Ver­trags

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  • Beschrän­kung bei Rück­gabe von Fes­tival-Token zulässig

    Das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf hat ent­schieden, dass Fes­ti­val­be­su­cher gekaufte Token nicht zeit­lich unbe­grenzt zurück­geben können. In dem ent­schie­denen Fall war es auf dem Fes­ti­val­ge­lände unter­sagt, eigene Speisen oder Getränke mit­zu­bringen. Alle Ein­käufe bei der Ver­an­stal­tung mussten mit spe­zi­ellen Token bezahlt werden. Diese waren aus­schließ­lich wäh­rend des Fes­ti­vals erhält­lich und konnten nur vor Ort an bestimmten Kassen

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  • Wahl­arzt­leis­tung – keine Ver­tre­tung ohne aus­drück­liche Zustim­mung

    Eine auf Initia­tive des Kran­ken­haus­trä­gers bezie­hungs­weise eines Wahl­arztes getrof­fene Wahl­leis­tungs­ver­ein­ba­rung mit dem Inhalt, dass wahl­ärzt­liche Leis­tungen ohne beson­dere Bedin­gungen durch einen anderen Arzt als Ver­treter des Wahl­arztes aus­ge­führt werden, ist unwirksam. Dies hat der Bun­des­ge­richtshof (BGH) ent­schieden. Nach den Aus­füh­rungen des BGH geht es dem Pati­enten bei Abschluss einer Wahl­leis­tungs­ver­ein­ba­rung in erster Linie darum, sich

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  • Aus­ge­rutscht beim Kaf­fee­holen – ein Arbeits­un­fall?

    Der Weg zur Kaf­fee­ma­schine dient grund­sätz­lich der eigen­wirt­schaft­li­chen Tätig­keit (Nah­rungs­auf­nahme, Genuss­mittel) und steht nicht auto­ma­tisch unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung. In einem Fall aus der Praxis rutschte eine Arbeit­neh­merin aus, als sie gegen 15:30 Uhr im Sozi­al­raum des Arbeit­ge­bers, wie üblich gegen diese Uhr­zeit, an dem Kaf­fee­münz­au­to­maten einen Kaffee holen wollte. Der Raum war

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  • Arbeits­un­fä­hig­keit wäh­rend Abbau eines Zeit­gut­ha­bens durch Frei­stel­lung

    In einem vom Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln (LAG) ent­schie­denen Fall schlossen ein Arbeit­nehmer und der Arbeit­geber am 20.6.2023 einen Auf­he­bungs­ver­trag mit Wir­kung zum 30.9.2023. Zum Zeit­punkt des Ver­trags­ab­schlusses bestand im Lang­zeit­konto des Arbeit­neh­mers ein Gut­haben von 31 Tagen. Zum Aus­gleich dieses Gut­ha­bens sollte er im Zeit­raum vom 18.8.2023 bis 29.9.2023 frei­ge­stellt werden. Dem­entspre­chend wurden für den ver­ein­barten

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  • Eigen­be­darf des Ver­mie­ters bei Umbau der eigenen Woh­nung

    Ein Ver­mieter kann das Miet­ver­hältnis ordent­lich nur kün­digen, wenn er an dessen Been­di­gung ein berech­tigtes Inter­esse hat. Ein sol­ches berech­tigtes Inter­esse liegt ins­be­son­dere vor, wenn der Ver­mieter die Woh­nung für sich, seine Fami­li­en­an­ge­hö­rigen oder Ange­hö­rige seines Haus­halts benö­tigt. Das Tat­be­stands­merkmal des Benö­ti­gens erfor­dert nicht, dass der Ver­mieter oder seine Fami­li­en­an­ge­hö­rigen oder Ange­hö­rige seines Haus­halts auf

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  • Daten­schutz von Mie­tern beim Ver­kauf der Immo­bilie

    In einem vom Pfäl­zi­schen Ober­lan­des­ge­richt Zwei­brü­cken (OLG) ent­schie­denen Fall bewohnten Mieter eine Dop­pel­haus­hälfte, die der Eigen­tümer ver­äu­ßern wollte. Zu Ver­kaufs­zwe­cken fer­tigte ein vom Ver­mieter beauf­tragter Makler bei einem mit den Mie­tern abge­stimmten Termin Innen­raum­fotos an, auf denen aber keine Per­sonen abge­bildet waren. Nach Ver­öf­fent­li­chung der Ver­kaufs­an­zeige und der Über­gabe des Expo­seés an Kauf­in­ter­es­senten wurden die

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  • Ver­stoß gegen Umgangs­ver­ein­ba­rung – Selbst­stän­dig­keit per se kein Ent­schuldi-gungs­grund

    Bei einem Ver­stoß gegen eine gericht­lich gebil­ligte Umgangs­ver­ein­ba­rung kann ein Ord­nungs­geld ver­hängt werden. Die Fest­set­zung eines Ord­nungs­mit­tels unter­bleibt, wenn der Ver­pflich­tete Gründe vor­trägt, aus denen sich ergibt, dass er die Zuwi­der­hand­lung nicht zu ver­treten hat. Dem Thü­ringer Ober­lan­des­ge­richt lag fol­gender Sach­ver­halt zur Ent­schei­dung vor: Eine gericht­lich gebil­ligte Rege­lung sah vor, dass ein Umgang zwi­schen Vater

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  • Ver­erben an den Haus­arzt trotz berufs­recht­li­chen Ver­bots wirksam

    Der Bun­des­ge­richtshof hat ent­schieden, dass eine Zuwen­dung von Todes wegen zugunsten des Haus­arztes des Erb­las­sers nicht des­halb unwirksam ist, weil es gegen ein den Haus­arzt tref­fendes berufs­stän­di­sches Zuwen­dungs­verbot ver­stößt. Die Vor­schrift ver­bietet nur ein Ver­halten des Arztes, dem es nicht gestattet ist, Geschenke oder andere Vor­teile zu for­dern, sich ver­spre­chen zu lassen oder anzu­nehmen. Nicht

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  • Über­schreiten der Park­zeit – keine War­te­pflicht zum Abschleppen

    Der Betreiber eines Park­platzes hatte auf dem Platz einen Park­schein­au­to­maten auf­ge­stellt. Eine Frau stellte ihren PKW gegen 8:11 Uhr auf dem Park­platz ab und löste für 4 € einen bis 10:51 Uhr gül­tigen Park­schein. Da die bezahlte Park­zeit über­schritten war, beauf­tragte der Betreiber ein Unter­nehmen mit dem Abschleppen des Fahr­zeugs. Erst nach Zah­lung der Abschlepp­kosten

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  • BFH: Grund­steuer „Bun­des­mo­dell“ ist ver­fas­sungs­kon­form

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hat am 10.12.2025 (wir hatten zu den bevor­ste­henden Ent­schei­dungen in der Janu­ar­aus­gabe 2026 berichtet) in drei Ver­fahren die Revi­sionen der Steu­er­pflich­tigen zurück­ge­wiesen und die Vor­schriften des Ertrags­wert­ver­fah­rens als Grund­lage für die Berech­nung der Grund­steuer seit dem 1.1.2025 für das sog. „Bun­des­mo­dell“ für ver­fas­sungs­kon­form erachtet. Geklagt hatten drei Eigen­tümer aus Nord­rhein-West­falen, Berlin und

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  • NRW kauft Daten­träger zur Auf­de­ckung von Steu­er­hin­ter­zie­hung an

    Die Finanz­be­hörden gehen zuneh­mend häu­figer gegen Steu­er­hin­ter­zie­hung vor bzw. ermit­teln beim Ver­dacht auf Steu­er­hin­ter­zie­hung. Neben der Bekämp­fung von Schwarz­ar­beit und Kon­trollen durch den Zoll wurden in jün­gerer Ver­gan­gen­heit schwer­punkt­mäßig größer ange­legte Ermitt­lungen gegen Kryp­to­händler und ‑anleger, Ver­mieter von Unter­künften, die über airbnb inse­rieren, und Influencer der sozialen Medien wegen des Ver­dachts auf Steu­er­hin­ter­zie­hung ein­ge­leitet. Steu­er­ge­rech­tig­keit

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  • Vor­steu­er­abzug bei Über­gang von der Klein­un­ter­nehmer- zur Regel­be­steue­rung

    Der Gesetz­geber hat mit Wir­kung vom 1.1.2025 die Besteue­rung der Klein­un­ter­nehmen neu gere­gelt und an das EU-Recht ange­passt. Dadurch kann es pas­sieren, dass Steu­er­pflich­tige, die von der Klein­un­ter­neh­mer­re­ge­lung Gebrauch machen, auf­grund Umsatz­über­schrei­tung im lau­fenden Kalen­der­jahr zur Regel­be­steue­rung wech­seln müssen. Das Bun­des­mi­nis­te­rium der Finanzen (BMF) hat sich in einem Schreiben vom 10.11.2025 zu damit ein­her­ge­henden Beson­der­heiten

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