Kategorie: Aktuelles

  • Revi­sion zum BFH zuge­lassen: Sind Ver­mie­tung oder Ver­kauf nicht­exis­tenter Con­tainer als sons­tige Ein­künfte zu qua­li­fi­zieren?

    Das Finanz­ge­richt Münster hat am 14.5.2025 durch Urteil über die steu­er­liche Ein­ord­nung eines sog. Con­tainer-Lea­sing-Modells ent­schieden. Dem­nach kann die Ver­mie­tung oder die Ver­äu­ße­rung tat­säch­lich nicht exis­tie­render See­fracht­con­tainer steu­er­lich zu sons­tigen Ein­künften führen und nicht zu Ein­künften aus Gewer­be­be­trieb oder Kapi­tal­ver­mögen. Grund­sätz­lich kommen je nach Struktur des Sach­ver­halts diese drei Ein­kunfts­arten in Frage. Im zu ent­schei­denden

    Artikel lesen

  • Lang­jäh­rige Dauer eines Erb­schein­ver­fah­rens führt nicht zum Erlass von Nach­zah­lungszin-sen zur Ein­kom­men­steuer

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hat ent­schieden, dass lang­jäh­rige Strei­tig­keiten um die Erb­folge und damit ein­her­ge­hend die erst Jahre später erfol­gende Ertei­lung eines Erb­scheins nicht dazu führen, dass Nach­zah­lungs­zinsen zur Ein­kom­men­steuer auf Ein­künfte eines Erben zu einem Erlass aus Gründen der Bil­lig­keit führen können. Dies begründet der BFH damit, dass Nach­zah­lungs­zinsen erhoben werden, um mög­liche Zins­vor­teile bei

    Artikel lesen

  • Nie­der­säch­si­sche Finanz­ämter haben zum 1.7.2025 Tele­fax­ge­räte abge­schaltet

    Die Finanz­ämter in Nie­der­sachsen sind seit dem 1.7.2025 nicht mehr per Telefax zu errei­chen. Der Dienst wurde abge­schaltet, da er zuneh­mend bedeu­tungslos wurde und sehr feh­ler­an­fällig war. Auf der Inter­net­seite des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­amtes für Steuern finden sich ver­schie­dene Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wege wie mit den Finanz­ver­wal­tungen in Nie­der­sachsen in Kon­takt getreten werden kann. Ins­be­son­dere über das Online­portal „Mein

    Artikel lesen

  • Fäl­lig­keits­ter­mine – August 2025

    Umsatz­steuer (mtl.), 1/​11 Son­der­vor­aus­zah­lungfür Dau­er­frist­ver­län­ge­rung Umsatz­steuerLohn- u. Kir­chen­lohn­steuer, Soli-Zuschlag (mtl.): 11.8.2025 (Zah­lungs­schon­frist 14.8.2025) Gewer­be­steuer, Grund­steuer (VZ): 15.8.2025 (sofern kein Fei­ertag) 18.8.2025 (sofern 15.8. ein Fei­ertag) Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge: 22.8.2025 (Abgabe der Erklä­rung – 24 Uhr) (Zah­lung 27.8.2025)

    Artikel lesen

  • Basis­zins /​ Ver­zugs­zins

    Ver­zugs­zins­satz seit 1.1.2002: (§ 288 BGB) Rechts­ge­schäfte mit Ver­brau­chern: Basis­zins­satz + 5-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen bis 28.7.2014): Basis­zins­satz + 8-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen ab 29.7.2014): Basis­zins­satz + 9-%-Punktezzgl. 40 € Pau­schale Basis­zins­satz nach § 247 Abs. 1 BGB maß­geb­lich für die Berech­nung von Ver­zugs­zinsen seit 01.07.2025 = 1,27 % 01.01.2025 – 30.06.2025 = 2,27

    Artikel lesen

  • Ver­brau­cher­preis­index

    Ver­brau­cher­preis­index (2020 = 100) 2025 121,8  Juni 121,8  Mai 121,7  April 121,2  März 120,8  Februar 120,3  Januar 2024 120,5  Dezember 119,9  November 120,2  Oktober 119,7  Sep­tember 119,7  August 119,8  Juli Ältere Ver­brau­cher­preis­in­dizes finden Sie im Internet unter: http://www.destatis.de – Kon­junk­tur­in­di­ka­toren – Ver­brau­cher­preise

    Artikel lesen

  • Aus­gleichs­zah­lung wegen Flug­ver­spä­tung – Bord­karte als Nach­weis einer Flug­bu­chung

    In einem vom Euro­päi­schen Gerichtshof (EuGH) ent­schie­denen Fall schloss ein Luft­fahrt­un­ter­nehmen, das Char­ter­flüge anbietet, einen Ver­trag mit einem Rei­se­un­ter­nehmen. Nach diesem Ver­trag führte das Luft­fahrt­un­ter­nehmen an bestimmten Tagen Flüge durch, für die das Rei­se­un­ter­nehmen nach Bezah­lung der Flüge Flug­scheine an Flug­gäste ver­kaufte. Zwei Flug­gäste unter­nahmen eine Pau­schal­reise ein­schließ­lich Flug von Tene­riffa nach War­schau. Dieser hatte

    Artikel lesen

  • Ver­jäh­rung von Aus­gleichs­an­sprü­chen nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung

    Nach dem Bür­ger­li­chen Gesetz­buch ver­jähren die Ansprüche von Rei­senden wegen Rei­se­män­geln nach 2 Jahren. Die Richter des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) haben in einer Ent­schei­dung geklärt, ob diese Ver­jäh­rungs­frist auch auf Ansprüche nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung (Flug­gast­rech­teVO) zutrifft. Sie kamen dabei zu fol­gendem Urteil: Ansprüche auf Aus­gleichs­zah­lung nach der Flug­gast­rech­teVO unter­liegen der regel­mä­ßigen Ver­jäh­rungs­frist von 3 Jahren, wenn der annul­lierte

    Artikel lesen

  • Krank­schrei­bung wäh­rend des Urlaubs – Reise trotz Arbeits­un­fä­hig­keit

    Es ist nicht schön, aber es kann pas­sieren, dass man wäh­rend des Urlaubs erkrankt. Da stellen sich Fragen: Was pas­siert mit den Urlaubs­tagen? Muss eine Krank­mel­dung erfolgen? Kann trotz Arbeits­un­fä­hig­keit eine Reise ange­treten werden? Krank­schrei­bung wäh­rend des Urlaubs: Erkrankt ein Arbeit­nehmer wäh­rend seines Urlaubs, werden die durch ärzt­li­ches Attest nach­ge­wie­senen Tage der Arbeits­un­fä­hig­keit (AU) nicht

    Artikel lesen

  • Arbeit­neh­mer­haf­tung – Ver­schmut­zung eines Dienst­wa­gens bei pri­vater Nut­zung

    Grund­sätz­lich sind Arbeit­nehmer zur Rück­sicht­nahme auf die Rechte, Rechts­güter und Inter­essen des Arbeit­ge­bers ver­pflichtet. Bei der Über­las­sung eines Fahr­zeugs ist der Arbeit­nehmer u. a. ver­pflichtet, den Arbeit­geber über Unfälle und auf­tre­tende Mängel unver­züg­lich zu infor­mieren, damit dieser die not­wen­digen Maß­nahmen in die Wege leiten kann (z. B. Män­gel­be­sei­ti­gung, Aus­übung von Gewähr­leis­tungs­an­sprü­chen, Infor­ma­tion von Ver­si­che­rungen). Zu

    Artikel lesen

  • Miet­erhö­hung auf­grund von Moder­ni­sie­rungs­maß­nahmen – Nach­weis der Ein­spa­rung

    Nach durch­ge­führten Moder­ni­sie­rungs­maß­nahmen sind Ver­mieter berech­tigt, die Miete auf­grund dieser Maß­nahmen zu erhöhen. Die jähr­liche Miete darf um 8 % der für die Woh­nung auf­ge­wen­deten Kosten erhöht werden. Moder­ni­sie­rungs­maß­nahmen sind u. a. bau­liche Ver­än­de­rungen, durch die in Bezug auf die Miet­sache End­energie nach­haltig ein­ge­spart wird (ener­ge­ti­sche Moder­ni­sie­rung). Bei der Beur­tei­lung, ob durch die bau­liche Ver­än­de­rung

    Artikel lesen

  • Grö­ßere Wohn­ge­bäude – Ein­hal­tung der Abstands­flä­chen

    Das bau­pla­nungs­recht­liche Gebot der Rück­sicht­nahme ist auch bei Wohn­bau­vor­haben gewahrt, die deut­lich größer aus­fallen und mehr Bewoh­nern dienen als das Ein­fa­mi­li­en­haus auf dem Nach­bar­grund­stück. Weder eine ver­meint­lich erdrü­ckende Wir­kung noch angeb­lich unzu­mut­bare Ein­sichts­mög­lich­keiten führen in einem sol­chen Fall auto­ma­tisch zu einer Ver­let­zung nach­bar­li­cher Rechte. Maß­geb­lich ist viel­mehr, ob das Vor­haben die bau­ord­nungs­recht­lich vor­ge­schrie­bene Abstands­flä­chen­tiefe ein­hält.

    Artikel lesen

  • Unter­schrift des Notars nur auf Umschlag des Erb­ver­trags

    In einem vom Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richt Bremen (OLG) ent­schie­denen Fall bean­tragte ein Witwer beim zustän­digen Nach­lass­ge­richt die Ertei­lung eines Erb­scheins, der ihn als allei­nigen und unbe­schränkten Erben aus­weist. Zur Begrün­dung legte er ein gemein­schaft­li­ches Tes­ta­ment vor, das er und seine ver­stor­bene Ehe­frau im Jahr 2021 errichtet hatten. Darin hatten sich die Ehe­leute gegen­seitig als Allein­erben ein­ge­setzt.

    Artikel lesen

  • Unfall – Mit­ver­schulden bei über­höhter Geschwin­dig­keit

    Eine schuld­hafte Mit­ver­ur­sa­chung eines Unfalls liegt vor, wenn der Fahrer die zuläs­sige Höchst­ge­schwin­dig­keit über­schritten hat und der Unfall bei Ein­hal­tung der erlaubten Geschwin­dig­keit ent­weder hätte ver­mieden werden können oder zumin­dest deut­lich glimpf­li­cher ver­laufen wäre – etwa mit weniger schweren Folgen oder gerin­gerer Kol­li­sion. In einem Fall aus der Praxis war ein Motor­rad­fahrer nachts auf regen­nasser

    Artikel lesen

  • Mit­haf­tung wegen Nicht­tragen eines Fahr­rad­helms?

    Das Nicht­tragen eines Fahr­rad­helms kann grund­sätz­lich ein Mit­ver­schulden begründen – aller­dings nur, wenn zum Unfall­zeit­punkt nach all­ge­meiner Ver­kehrs­auf­fas­sung das Tragen eines Helms zum eigenen Schutz als erfor­der­lich ange­sehen wurde. Ob eine solche all­ge­meine Über­zeu­gung vor­liegt, lässt sich u. a. anhand von Umfragen oder sta­tis­ti­schen Erhe­bungen beur­teilen. Für das Jahr 2022 war dies nicht der Fall.

    Artikel lesen

  • Warn­hin­weis: Gefälschte Rech­nungen mit Zah­lungs­auf­for­de­rung im Umlauf, die nicht vom Bun­des­zen­tralamt für Steuern (BZSt) stammen!

    Das Bun­des­zen­tralamt für Steuern (BZSt) warnt aktuell vor diversen im Umlauf befind­li­chen betrü­ge­ri­schen E‑Mails und Briefen, die vor­geben, vom BZSt zu stammen. Tat­säch­lich stammen diese jedoch von unbe­kannten Tätern und nicht vom BZSt. Es wird wech­sel­weise ver­sucht, an sen­sible Daten der Emp­fänger zu gelangen wie z. B. Bank­ver­bin­dungen, indem vor­ge­geben wird, dass eine ver­meint­liche Steu­er­erstat­tung

    Artikel lesen

  • Plan der Bun­des­re­gie­rung: Erst Son­der­ab­schrei­bungen für Unter­nehmen ab 1.7.2025 – dann KSt-Sen­kung

    Die neue Bun­des­re­gie­rung hat einen Gesetz­ent­wurf vor­ge­legt, über den nach deren Willen schnellst­mög­lich in Bun­destag und Bun­desrat ent­schieden werden soll. Gegen­stand des beab­sich­tigten „Gesetz für ein steu­er­li­ches Inves­ti­ti­ons­pro­gramm zur Stär­kung des Wirt­schafts­stand­orts Deutsch­land“ sind u. a. die Inves­ti­ti­ons­för­de­rung für Unter­nehmen bereits ab dem 1.7.2025 befristet bis zum 31.12.2027. Sodann soll die Kör­per­schaft­steuer (KSt) von 15

    Artikel lesen

  • BFH: Zurechnungs­besteuerung für Stif­tungen nach dem Außen­steu­er­ge­setz ist euro­pa­rechts­widrig

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hat ent­schieden, dass die Beschrän­kung der Aus­nahme von der Zurech­nungs­be­steue­rung auf Fami­li­en­stif­tungen mit Sitz oder Geschäfts­lei­tung in der EU oder im Euro­päi­schen Wirt­schafts­raum (EWR) gegen die Kapi­tal­ver­kehrs­frei­heit ver­stößt und somit euro­pa­rechts­widrig ist. Diese gilt auch für Dritt­staaten wie die Schweiz. Geklagt hatten Begüns­tigte einer Schweizer Fami­li­en­stif­tung, denen das deut­sche Finanzamt das Ein­kommen

    Artikel lesen

  • BMF-Schreiben zum Sonderausgaben­abzug für Vorsorge­aufwendungen bei steu­er­freien Aus­lands­ein­künften

    Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­rium hat am 3.4.2025 ein Schreiben zur Anwen­dung der Aus­nahmen vom Son­der­aus­ga­ben­ab­zugs­verbot für Vor­sor­ge­auf­wen­dungen betref­fend die Bei­träge zur gesetz­li­chen Renten‑, Kranken‑, Pflege- sowie Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung ver­öf­fent­licht. Anlass hierfür waren aktu­elle Urteile des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) sowie gesetz­liche Ände­rungen. Zunächst war ent­gegen des grund­sätz­li­chen Abzugs­ver­bots der genannten Vor­sor­ge­auf­wen­dungen als Son­der­aus­gaben im Rahmen der inlän­di­schen Ein­kom­men­be­steue­rung bei steu­er­freien

    Artikel lesen

  • Was Man­danten wissen sollten: Anpas­sung der Steuerberater­vergütung zum 1.7.2025

    Am 1.7.2025 tritt die Fünfte Ver­ord­nung zur Ände­rung der Steu­er­be­ra­ter­ver­gü­tungs­ver­ord­nung (StBVV) in Kraft, die erst­mals seit dem Jahr 2020 u. a. eine erhö­hende Anpas­sung der Steu­er­be­ra­ter­ver­gü­tung vor­sieht. Haupt­punkte sind hierbei die Erhö­hung der Fest­ge­bühren wie z. B. der Zeit­ge­bühr für steu­er­liche Bera­tungs­tä­tig­keiten, eine Anhe­bung der gegen­stands­wert­ab­hän­gigen Gebühren für z. B. die Erstel­lung der Buch­füh­rung sowie

    Artikel lesen

  • Erlass von Säum­nis­zu­schlägen setzt kein gericht­li­ches Ver­fahren zur AdV voraus

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hat seine bis­he­rige Recht­spre­chung zu den Vor­aus­set­zungen des Erlasses von Säum­nis­zu­schlägen geän­dert. Dem zu ent­schei­denden Fall lag ein geän­derter Ein­kom­men­steu­er­be­scheid des Finanz­amtes (FA) zugrunde, aus wel­chem sich für die Kläger eine hohe Nach­zah­lung ergab. Hier­gegen wen­deten die Kläger sich mit dem Ein­spruch und stellten mehr­fach beim FA einen Antrag auf Aus­set­zung der

    Artikel lesen

  • Fäl­lig­keits­ter­mine Juli 2025

    Umsatz­steuer (mtl.), für Dau­er­frist­ver­län­ge­rung Umsatz­steuer, Lohn- u. Kir­chen­lohn­steuer, Soli.-Zuschlag (mtl.): 10.7.2025 (Zah­lungs­schon­frist 14.7.2025) Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge: 24.7.2025 (Abgabe der Erklä­rung – 24 Uhr) (Zah­lung 29.7.2025)

    Artikel lesen

  • Basis­zins /​ Ver­zugs­zins

    Ver­zugs­zins­satz seit 1.1.2002: (§ 288 BGB) Rechts­ge­schäfte mit Ver­brau­chern: Basis­zins­satz + 5-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen bis 28.7.2014): Basis­zins­satz + 8-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen ab 29.7.2014): Basis­zins­satz + 9-%-Punktezzgl. 40 € Pau­schale Basis­zins­satz nach § 247 Abs. 1 BGB maß­geb­lich für die Berech­nung von Ver­zugs­zinsen seit 01.01.2025 = 2,27 % 01.07.2024 – 31.12.2024 = 3,37

    Artikel lesen