Kategorie: Aktuelles

  • Kein Urlaub und keine Bezah­lung bei Ver­stoß gegen die Impf­pflicht

    Auf­grund der Rege­lungen zum Immu­ni­täts­nach­weis gegen COVID-19 im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz mussten Per­sonen vom 15.3.–31.12.2022 über einen Impf- oder Gene­se­nen­nach­weis ver­fügen, die z.B. in fol­genden Ein­rich­tungen oder Unter­nehmen bzw. Pfle­ge­ein­rich­tungen tätig waren: Kran­ken­häuser, Ein­rich­tungen für ambu­lantes Ope­rieren, Vor­sorge- oder Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tungen, Dia­ly­se­ein­rich­tungen, Tages­kli­niken. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hatte nun zu ent­scheiden, was pas­siert, wenn ein Arbeit­nehmer diesen Nach­weis nicht…

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  • Kün­di­gung bei Stö­rung des Betriebs­frie­dens

    Wie­der­holte, per­sön­liche Angriffe und belei­di­gende Äuße­rungen gegen­über Kol­legen können eine ver­hal­tens­be­dingte Kün­di­gung begründen. Ferner stört ein Arbeit­nehmer nach­haltig den Betriebs­frieden, wenn er ständig vor­gibt, alles besser zu wissen, und dies gegen­über Kol­legen und Vor­ge­setzten kundtut. In einem Fall aus der Praxis äußerte sich eine Arbeit­neh­merin abfällig über Kol­legen bzw. Kol­le­ginnen (Bezeich­nung als faule und schlechte…

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  • Ver­walter darf Haus­meis­ter­ar­beits­ver­trag kün­digen

    Nach dem Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­setz (WEG) wird die Gemein­schaft der Woh­nungs­ei­gen­tümer durch den Ver­walter gericht­lich und außer­ge­richt­lich ver­treten, beim Abschluss eines Grund­stücks­kaufs- oder Dar­le­hens­ver­trags aber nur auf­grund eines Beschlusses der Woh­nungs­ei­gen­tümer. Hat die Gemein­schaft der Woh­nungs­ei­gen­tümer keinen Ver­walter, wird sie durch die Woh­nungs­ei­gen­tümer gemein­schaft­lich ver­treten. Eine interne Ein­schrän­kung der Ver­tre­tungs­be­fugnis hat gegen­über Außen­ste­henden keine Gül­tig­keit. Eine vom…

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  • Geparkt in Feu­er­wehr­zu­fahrt und abge­schleppt

    Gemäß der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) ist das Halten – und damit erst recht das Parken – vor und in amt­lich gekenn­zeich­neten Feu­er­wehr­zu­fahrten unzu­lässig. Ein Auto­fahrer in Ham­burg parkte jedoch in einem Bereich der durch Ver­kehrs­zei­chen als Feu­er­wehr­zu­fahrt gekenn­zeichnet war. Das Auto wurde abge­schleppt und der Halter erhielt eine Rech­nung über ca. 250 € Ver­wal­tungs­ge­bühren. Der Halter…

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  • Haus­rat­ver­si­che­rung – Spuren müssen bei Ein­bruch­dieb­stahl nicht „stimmig“ sein

    Der Ver­si­che­rungs­nehmer genügt seiner Beweis­last für einen Ein­bruch­dieb­stahl bereits dann, wenn er das äußere Bild eines Ein­bruch­dieb­stahls beweist, also ein Min­destmaß an Tat­sa­chen, die nach der Lebens­er­fah­rung mit hin­rei­chender Wahr­schein­lich­keit darauf schließen lassen. Zu dem Minimum an Tat­sa­chen gehört die Unauf­find­bar­keit der zuvor am Tatort vor­han­denen, als gestohlen gemel­deten Sachen. Bezüg­lich der Spuren hält der…

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  • Steu­er­klassen III und V sollen abge­schafft werden – Ehe­gat­ten­split­ting soll bleiben

    Die Bun­des­re­gie­rung plant die Abschaf­fung der Steu­er­klassen III und V. Der Zeit­punkt ist unge­wiss. Die Ände­rung soll mit einem stei­genden Digi­ta­li­sie­rungs­grad ein­her­gehen und eine Eini­gung mit den Län­dern ist noch zu erzielen. Ehe­paare und ein­ge­tra­gene Lebens­part­ner­schaften erhalten der­zeit auto­ma­tisch die Steu­er­klas­sen­kom­bi­na­tion IV /​ IV, können auf Antrag auch die Kom­bi­na­tion III /​ V oder die Steu­er­klasse…

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  • Zweit­woh­nungs­steuer bei dop­pelter Haus­halts­füh­rung ist nur beschränkt abzugs­fä­higer Auf­wand

    Wer aus beruf­li­chen Gründen eine Zweit­woh­nung am Beschäf­ti­gungsort unter­hält, kann die not­wen­digen Mehr­auf­wen­dungen wegen der beruf­lich ver­an­lassten dop­pelten Haus­halts­füh­rung als Wer­bungs­kosten im Rahmen der Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung gel­tend machen. Hierzu gehören einer­seits die Unter­kunfts­kosten, aller­dings höchs­tens 1.000 € monat­lich bzw. 12.000 € jähr­lich, ande­rer­seits sons­tige not­wen­dige Mehr­auf­wen­dungen. Letz­tere sind ohne Beschrän­kung in voller Höhe abzugs­fähig. Dies sind…

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  • Das Zuwen­dungs­emp­fän­ger­re­gister ist online

    Das Bun­des­zen­tralamt für Steuern (BZSt) ist zuständig für das neu geschaf­fene Zuwen­dungs­emp­fän­ger­re­gister. Es han­delt sich hierbei um ein bun­des­weit zen­trales Register, wel­ches alle Orga­ni­sa­tionen umfasst, die berech­tigt sind, sog. Spen­den­quit­tungen aus­zu­stellen. Die Daten werden von den zustän­digen Finanz­äm­tern ab 2024 suk­zessiv an das BZSt über­mit­telt. Auch aus­län­di­sche Orga­ni­sa­tionen aus EU- bzw. EWR-Län­dern können auf Antrag…

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  • Lohn­steu­er­pau­scha­lie­rung auch bei Betriebs­ver­an­stal­tung im „kleinen Kreis“

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 27.3.2024 (Az. VI R 5/​22) ent­schieden, dass ein Arbeit­geber seit der Geset­zes­än­de­rung ab dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2015 auch bei Betriebs­ver­an­stal­tungen, die nicht allen Ange­hö­rigen eines Betriebs oder eines Betriebs­teils offen­stehen, die Ver­steue­rung des Sach­be­zugs durch die Lohn­steu­er­pau­scha­lie­rung mit 25 % über­nehmen kann. Viele Unter­nehmen ver­an­stalten für ihre Beleg­schaft z.B. Som­mer­feste…

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  • Keine Ver­lust­be­rück­sich­ti­gung im Jahr der Ver­schmel­zung bei Über­nehmer durch Sal­die­rung

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 14.3.2024 (Az. IV R 6/​21) ent­schieden, dass bei Ver­schmel­zung einer Per­so­nen­ge­sell­schaft auf eine andere Per­so­nen­ge­sell­schaft – hier­unter ist der steu­erneu­trale Zusam­men­schluss zweier Unter­nehmen zu ver­stehen – der bis zum Über­tra­gungs­stichtag ent­stan­dene Gewinn im Jahr der Ver­schmel­zung nicht mit dem Ver­lust sal­diert werden kann, den die über­tra­gende Per­so­nen­ge­sell­schaft bis dahin…

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  • Umsatz­steu­er­pflicht bei Online-Ver­an­stal­tungs­dienst­leis­tungen und Online-Dienst­leis­tungen

    Das Bun­des­mi­nis­te­rium der Finanzen (BMF) hat sich wegen fort­schrei­tender Digi­ta­li­sie­rung mit Schreiben vom 29.4.2024 zur umsatz­steu­er­li­chen Defi­ni­tion, Ein­ord­nung und Abgren­zung von Online-Ver­an­stal­tungs­dienst­leis­tungen und Online-Dienst­leis­tungen an End­ver­brau­cher (B2C) geäu­ßert. Ins­be­son­dere geht es um die Frage, ob und unter wel­chen Vor­aus­set­zungen digi­tale Ange­bote von einer Umsatz­steu­er­be­freiung oder ‑ermä­ßi­gung pro­fi­tieren, wenn diese auch bei ana­loger Erbrin­gung umsatz­steu­er­frei oder…

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  • Ver­spä­tete Pau­schal­be­steue­rung kann teuer werden

    Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt (BSG) hat am 23.4.2024 (Az. B 12 BA 3/​22 R) ent­schieden, dass die Pau­schal­be­steue­rung mit 25 % für Auf­wen­dungen bei Betriebs­feiern ober­halb von 110 € unver­züg­lich mit der nächsten Ent­gelt­ab­rech­nung durch­zu­führen ist. Eine spä­tere Anmel­dung der Pau­schal­be­steue­rung führt sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­lich dazu, dass Arbeit­geber- und Arbeit­neh­mer­an­teile für sämt­liche Sozi­al­ver­si­che­rungs­zweige nach­zu­zahlen sind. Eine steu­er­recht­lich andere Rege­lung ist…

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  • Fäl­lig­keits­ter­mine Juli 2024

    Umsatz­steuer (mtl.), Lohn- u. Kir­chen­lohn­steuer, Soli.-Zuschlag (mtl.): 10.7.2024 (Zah­lungs­schon­frist 15.4.2024) Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge: 25.7.2024 (Abgabe der Erklä­rung) (Zah­lung 29.7.2024)

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  • Basis­zins /​ Ver­zugs­zins

    Ver­zugs­zins­satz seit 1.1.2002: (§ 288 BGB) Rechts­ge­schäfte mit Ver­brau­chern: Basis­zins­satz + 5-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen bis 28.7.2014): Basis­zins­satz + 8-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen ab 29.7.2014): Basis­zins­satz + 9-%-Punktezzgl. 40 € Pau­schale Basis­zins­satz nach § 247 Abs. 1 BGB maß­geb­lich für die Berech­nung von Ver­zugs­zinsen seit 01.07.2024 = 3,37 % 01.01.2024 – 30.06.2024 = 3,62…

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  • Ver­brau­cher­preis­index

    Ver­brau­cher­preis­index (2020 = 100) 2024 119,3  Mai 119,2  April 118,6  März 118,1  Februar 117,6  Januar 2023 117,4  Dezember 117,3  November 117,8  Oktober 117,8  Sep­tember 117,5  August 117,1  Juli 116,8  Juni Ältere Ver­brau­cher­preis­in­dizes finden Sie im Internet unter: http://www.destatis.de – Kon­junk­tur­in­di­ka­toren – Ver­brau­cher­preise

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  • Annul­lie­rung des Hin­flugs – Erstat­tung sämt­li­cher Flug­kosten bei ein­heit­li­cher Buchung

    „Der auf­grund einer Annul­lie­rung bestehende Anspruch auf Erstat­tung der Flug­schein­kosten umfasst sowohl die Kosten des Hin­flugs als auch die Kosten des Rück­flugs, wenn Hin- und Rück­flug Gegen­stand einer ein­heit­li­chen Buchung sind, über die ein ein­ziger Flug­schein aus­ge­stellt worden ist. Dies gilt unab­hängig davon, von wel­chem Ort aus der Rück­flug vor­ge­sehen war“, ent­schied der Bun­des­ge­richtshof (BGH).…

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  • Große Flug­ver­spä­tung bei einem Mangel an Flug­ha­fen­per­sonal

    Nach dem Uni­ons­recht ist eine Flug­ge­sell­schaft ver­pflichtet, für eine große Ver­spä­tung, d.h. eine Ver­spä­tung von mehr als drei Stunden, Aus­gleichs­zah­lungen zu leisten. Das gilt jedoch nicht, wenn sie nach­weisen kann, dass die Ver­spä­tung auf „außer­ge­wöhn­liche Umstände“ zurück­geht, die sich auch dann nicht hätten ver­meiden lassen, wenn alle zumut­baren Maß­nahmen ergriffen worden wären. So hatte der…

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  • Bestell-Button bei Online-Bestel­lungen

    Der Euro­päi­sche Gerichts­hofs (EuGH) hatte am 30.5.2024 über den nach­fol­genden Sach­ver­halt zu ent­scheiden: In Deutsch­land beauf­tragte der Mieter einer Woh­nung, deren monat­liche Miete über der erlaubten Höchst­grenze lag, einen Inkas­so­dienst­leister, von seinen Ver­mie­tern die zu viel gezahlten Mieten zurück­zu­ver­langen. Er gab diese Bestel­lung über die Web­seite dieses Dienst­leis­ters auf. Vor dem Kli­cken auf den Bestell-Button…

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  • Arbeit­geber darf Rot als Farbe der Arbeits­schutz­hose vor­schreiben

    In einem Unter­nehmen gab es eine Klei­der­ord­nung und es wurde für alle betrieb­li­chen Tätig­keiten in Mon­tage, Pro­duk­tion und Logistik funk­tio­nelle Arbeits­klei­dung zur Ver­fü­gung gestellt. Dazu gehörten u.a. rote Arbeits­schutz­hosen, die in den o.g. Berei­chen zu tragen waren. Nachdem ein Arbeit­nehmer im November 2023 auch nach zwei Abmah­nungen wei­terhin nicht in der roten Arbeits­hose erschien, son­dern…

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  • Betriebs­rats­wahl – weniger Kan­di­daten als Betriebs­rats­sitze

    Nach dem Betriebs­ver­fas­sungs­ge­setz werden in Betrieben mit i.d.R. min­des­tens fünf stän­digen wahl­be­rech­tigten Arbeit­neh­mern, von denen drei wählbar sind, Betriebs­räte gewählt. Dies gilt auch für gemein­same Betriebe meh­rerer Unter­nehmen. Die Größe des Betriebs­rats ist abge­stuft und richtet sich nach der Anzahl der wahl­be­rech­tigten Arbeit­nehmer. Er besteht z.B. in Betrieben mit i.d.R. 5 bis 20 wahl­be­rech­tigten Arbeit­neh­mern…

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  • Außer­or­dent­li­ches Kün­di­gungs­recht – Ver­än­de­rung der Mie­ter­struktur durch Teilumbau in Büro­fläche

    Das Kam­mer­ge­richt Berlin hatte die Frage zu klären, ob der Mieter von Laden­räumen im Erd­ge­schoss eines Ein­kaufs­zen­trums ein außer­or­dent­li­ches Kün­di­gungs­recht aus wich­tigem Grund hat, wenn der Ver­mieter abwei­chend von der ursprüng­li­chen Kon­zep­tion ca. 80 % der Ein­zel­han­dels­flä­chen im Ober­ge­schoss in Büros umbaut. Im Ver­hältnis zwi­schen Ver­mieter und Mieter trägt grund­sätz­lich der Mieter das Ver­wen­dungs­ri­siko bezüg­lich…

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  • Keine Här­te­fall­schei­dung wegen Schwan­ger­schaft aus einer außer­ehe­li­chen Bezie­hung

    Leben die Ehe­gatten noch nicht ein Jahr getrennt, so kann die Ehe nur geschieden werden, wenn die Fort­set­zung der Ehe für den Antrag­steller aus Gründen, die in der Person des anderen Ehe­gatten liegen, eine unzu­mut­bare Härte dar­stellen würde. Die Richter des Ober­lan­des­ge­richts Zwei­brü­cken kamen in einem Fall aus der Praxis zu der Ent­schei­dung, dass eine…

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  • Fami­lien-Haft­pflicht­ver­si­che­rung – mit­ver­si­cherte erwach­sene Kinder

    In den Ver­si­che­rungs­be­din­gungen einer Fami­lien-Haft­pflicht­ver­si­che­rung war bestimmt, dass die Ein­be­zie­hung von voll­jäh­rigen Kin­dern (mit abge­schlos­sener Berufs­aus­bil­dung) des Ver­si­che­rungs­neh­mers in den Ver­si­che­rungs­schutz vor­aus­setzt, dass sie mit dem Ver­si­che­rungs­nehmer in häus­li­cher Gemein­schaft leben. Zusätz­lich wird gefor­dert, dass eine mit­ver­si­cherte Person die­selbe Mel­de­adresse wie der Ver­si­che­rungs­nehmer hat. Das Ober­lan­des­ge­richt Dresden kam in einem Fall aus der Praxis zu…

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