Kategorie: Aktuelles

  • Ver­trags­lauf­zeiten bei Glas­fa­ser­an­schlüssen – Beginn der Lauf­zeit

    Eine Ver­brau­cher­zen­trale monierte vor Gericht, dass ein Glas­fa­ser­an­bieter – wie viele Mit­be­werber – Ver­träge mit einer Min­dest­lauf­zeit von 2 Jahren anbot. Dabei begann die Ver­trags­lauf­zeit jedoch nicht mit dem Abschluss des Ver­trags, son­dern erst mit der Frei­schal­tung des Glas­fa­ser­an­schlusses. Diese Praxis, die sich in der Branche eta­bliert hatte, wurde von der Ver­brau­cher­zen­trale vor dem Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richt

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  • Min­de­rung der Ver­gü­tung und Kos­ten­vor­schuss­an­spruch bei Män­geln

    In einem vom Bun­des­ge­richtshof ent­schie­denen Fall for­derte ein Bau­herr nach der Fer­tig­stel­lung eines Ein­fa­mi­li­en­hauses eine Min­de­rung der Ver­gü­tung wegen Schall­schutz­män­geln von der beauf­tragten Bau­firma. Das Gericht wies diesen Anspruch jedoch zurück. In der Beru­fungs­in­stanz änderte der Bau­herr seine For­de­rung und ver­langte statt­dessen einen Kos­ten­vor­schuss zur Besei­ti­gung der Mängel. Nach den Rege­lungen im Bür­ger­li­chen Gesetz­buch kann

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  • Aus­gleichs­zah­lung wegen Flug­ver­spä­tung – Ent­ei­sung eines Flug­zeugs

    Der Bun­des­ge­richtshof hatte am 27.8.2024 über fol­genden Sach­ver­halt zu ent­scheiden: Eine Frau wollte Ende 2021 von Min­nea­polis über Ams­terdam nach Düs­sel­dorf fliegen. Der Abflug in Min­nea­polis ver­zö­gerte sich, da das Flug­zeug ent­eist werden musste. Auf­grund der Ver­spä­tung ver­passte die Frau ihren Anschluss­flug in Ams­terdam und erreichte Düs­sel­dorf etwa 4 Stunden später als geplant. Dar­aufhin for­derte sie

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  • Ent­gelt­ab­rech­nungen als elek­tro­ni­sches Doku­ment

    Der Arbeit­geber hat dem Arbeit­nehmer bei Zah­lung des Arbeits­ent­gelts eine Abrech­nung in Text­form zu erteilen. Diese Ver­pflich­tung kann er grund­sätz­lich auch dadurch erfüllen, dass er die Abrech­nung als elek­tro­ni­sches Doku­ment zum Abruf in ein pass­wort­ge­schütztes digi­tales Mit­ar­bei­ter­post­fach ein­stellt. Der Anspruch eines Arbeit­neh­mers auf die Abrech­nung seines Ent­gelts ist eine sog. Hol­schuld. Der Arbeit­geber erfüllt also

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  • Ungleich­be­hand­lung von Teil­zeit­be­schäf­tigten bei Über­stun­den­zu­schlägen

    In einem vom Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ent­schie­denen Fall unter­lagen geleis­tete Über­stunden einem Zuschlag von 30 %, sofern sie die monat­liche Arbeits­zeit eines voll­zeit­be­schäf­tigten Arbeit­neh­mers über­schritten und im jewei­ligen Kalen­der­monat nicht durch Frei­zeit aus­ge­gli­chen wurden. Alter­nativ konnte der Zuschlag in Form einer ent­spre­chenden Zeit­gut­schrift auf dem Arbeits­zeit­konto gut­ge­schrieben werden. Die Richter des BAG kamen zu der Ent­schei­dung,

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  • Ver­gleich­bar­keit – Gleich­be­hand­lungs­grund­satz bei frei­wil­liger Lohn­er­hö­hung

    In einem vom Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm ent­schie­denen Fall bot ein Arbeit­geber seinen Arbeit­neh­mern neue, mit Aus­nahme des Ent­gelts gleich­lau­tende, Arbeits­ver­träge an, die u.a. Rege­lungen zu einem Arbeits­zeit­konto und zur Anord­nung von Kurz­ar­beit, die Zah­lung eines Zuschlags für aus­ge­zahlte Plus-/Über­stunden und einen um 4 % höheren Grund­lohn vor­sahen. Mit Wir­kung ab Januar 2023 zahlte das Unter­nehmen den

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  • Corona – Erstat­tungs­an­spruch von Arbeit­geber wegen Qua­ran­täne

    Arbeit­geber können vom Staat keine Erstat­tung von Zah­lungen ver­langen, die sie an ihre Arbeit­nehmer für einen Zeit­raum geleistet haben, in dem diese sich wegen des Ver­dachts der Anste­ckung mit dem Coro­na­virus SARS-CoV‑2 in häus­li­cher Qua­ran­täne befanden, wenn den Arbeit­neh­mern ein Anspruch auf Wei­ter­zah­lung ihres Arbeits­ent­gelts zustand. Ein sol­cher Anspruch konnte sich ergeben, wenn der Arbeit­nehmer

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  • Gesetz­liche Unfall­ver­si­che­rung – Sturz beim Tablet­ten­holen

    Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Berlin-Bran­den­burg (LSG) hatte zu ent­scheiden, ob es sich bei dem nach­fol­genden Sach­ver­halt um einen von der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung abge­deckten Arbeits­un­fall han­delt. Eine Arbeit­neh­merin trat kurz vor 6 Uhr ihre Früh­schicht in einer Näherei an. Ihren Pkw hatte sie in der Nähe des Betriebs auf einem öffent­li­chen Park­platz abge­stellt. Gegen 9.30 Uhr bemerkte sie, dass

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  • Abstands­flä­chen sind ein­zu­halten

    Ein Grund­stücks­ei­gen­tümer kann sich nicht erfolg­reich gegen die Bau­ge­neh­mi­gung seines Nach­barn wehren, wenn sein eigenes Gebäude die vor­ge­schrie­benen Abstands­flä­chen in ähn­li­cher Weise nicht ein­hält. Umge­kehrt bedeutet dies jedoch nicht, dass die Behörde dem Nach­barn allein aus diesem Grund eine Bau­ge­neh­mi­gung erteilen muss. Die Ein­hal­tung der Abstands­flä­chen bleibt grund­sätz­lich erfor­der­lich, es sei denn, es wird eine

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  • Wich­tige Ände­rungen durch das Jah­res­steu­er­ge­setz 2024 seit 1.1.2025

    Wer nach dem 31.12.2024 eine PV-Anlage mit einer Brut­to­leis­tung von max. 30 kW (peak) je Wohn- /​ Gewer­be­ein­heit anschafft, in Betrieb nimmt oder erwei­tert, erhält hieraus erzielte Ein-künfte steu­er­frei. Pro Person bzw. Mit­un­ter­neh­mer­schaft sind ins­ge­samt 100 kW (peak) als Frei-grenze mög­lich. Ände­rungen gibt es ab 1.1.2025 auch bei der Ver­äu­ße­rung von Anteilen an Kapi­tal­ge­sell­schaften, ins­be­son­dere,

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  • Neue Ent­schei­dungen des BFH zur Erb­schaft­steuer

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hatte in den letzten Monaten meh­rere Ver­fahren mit Bezug zum Erb­schaft­steu­er­recht zu ent­scheiden. In einem Ver­fahren ging es um Leis­tungen aus einer Ster­be­geld­ver­si­che­rung, die der Erb­lasser bereits zu Leb­zeiten an ein Bestat­tungs­un­ter­nehmen abge­treten hatte und die Frage, ob diese den Nach­lass­wert erhöht, was sich ggf. steu­er­erhö­hend aus­wirken kann. Hieran schloss sich auch

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  • Aktua­li­sierte Rei­se­kos­ten­pau­schalen ab 1.1.2025

    Für beruf­liche Aus­lands­reisen, die ab dem 1.1.2025 statt­finden, hat das Bun­des­mi­nis­te­rium der Finanzen (BMF) für einige Länder /​ Städte neue Pausch­be­träge für Ver­pfle­gungs­mehr­auf­wen­dungen und Über­nach­tungs­kosten fest­ge­legt. Die gegen­über 2024 aktua­li­sierten Pau­schalen sind in einer detail­lierten Auf­stel­lung ersicht­lich, wobei Ände­rungen deut­lich her­vor­ge­hoben sind. Das BMF-Schreiben v. 2.12.2024 ent­hält außerdem wich­tige Erläu­te­rungen zur Anwen­dung dieser Pau­schalen, ein­schließ­lich

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  • Ver­kür­zung der han­dels- und steu­er­recht­li­chen Auf­be­wah­rungs­fristen für Buchungs­be­lege

    Die Auf­be­wah­rungs­frist beginnt mit Schluss des Kalen­der­jahres, in dem die letzte Ein­tra­gung in das Buch erfolgt, das Inventar, die Eröff­nungs­bi­lanz, der Jah­res­ab­schluss oder Lage­be­richt auf­ge­stellt, Han­dels- oder Geschäfts­briefe emp­fangen bzw. abge­sandt oder der Buchungs­beleg ent­standen ist. Im Ein­zelnen können nach­fol­gend auf­ge­zeigte Unter­lagen nach dem 31.12.2024 ver­nichtet werden: Auf­be­wah­rungs­frist 8 Jahre (ab 1.1.2025; bis 31.12.2024,falls 10 Jahre

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  • Steuer­fort­ent­wick­lungs­ge­setz ver­kündet – was davon übrig bleibt

    Das Steuer­fort­ent­wick­lungs­ge­setz (SteFeG) war zunächst als 2. Jah­res­steu­er­ge­setz gedacht – ver­bunden mit ent­spre­chenden Hoff­nungen für das Jahr 2025. Bevor das Gesetz in den Bun­destag ein­ge­bracht wurde, zer­bra­chen die poli­ti­schen Mehr­heits­ver­hält­nisse und damit auch die Chancen für den ursprüng­li­chen Ent­wurf des SteFeG. Am 1.1.2025 ist ein Rumpf-SteFeG in Kraft getreten, denn eine poli­ti­sche Mehr­heit für die

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  • Keine ver­deckte Gewinn­aus­schüt­tung bei bloßer Nut­zungs­mög­lich­keit einer Immo­bilie

    Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) hatte neben anderen Fra­ge­stel­lungen dar­über zu befinden, ob die reine Mög­lich­keit der pri­vaten Nut­zung einer betrieb­li­chen Immo­bilie durch den Gesell­schafter einer (eigenen) Kapi­tal­ge­sell­schaft bei diesem eine ver­deckte Gewinn­aus­schüt­tung (vGA) dar­stellt. Der Gesell­schafter und seine Frau hatten die aus­län­di­sche Immo­bilie zunächst gegen Miet­zah­lung bewohnt, zogen dann zurück nach Deutsch­land und stellten die Miet­zah­lungen

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  • Klein­un­ter­neh­mer­um­satz­grenzen ab 1.1.2025 erst­mals Net­to­um­sätze

    Wie bereits in der Januar-Aus­gabe 2025 behan­delt, ergeben sich für Klein­un­ter­nehmer ab 1.1.2025 erheb­liche Ände­rungen u.a. bei den Umsatz­grenzen (vgl. Artikel Nr. 3, Januar-Aus­gabe 2025). Bis­lang wurden klein­un­ter­neh­me­ri­sche Umsätze und Schwel­len­werte auf die Brut­to­um­sätze (mit rech­ne­ri­scher Umsatz­steuer) berechnet, ab 1.1.2025 sind erst­mals die Net­to­um­sätze aus­schlag­ge­bend. Dies liegt darin begründet, dass die Umsätze lt. Gesetz nun­mehr

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  • Fäl­lig­keits­ter­mine – Februar 2025

    Umsatz­steuer (mtl.), 1/​11 Son­der­vor­aus­zah­lungfür Dau­er­frist­ver­län­ge­rung Umsatz­steuerLohn- u. Kir­chen­lohn­steuer, Soli-Zuschlag (mtl.): 10.2.2025 (Zah­lungs­schon­frist 13.2.2025) Gewer­be­steuer, Grund­steuer (VZ): 17.2.2024 (Zah­lungs­schon­frist 20.2.2025) Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge: 17.2.2025 (Jah­res­mel­dung 2024) 23.2.2025 (Abgabe der Erklä­rung – 24 Uhr) (Zah­lung 26.2.2025)

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  • Basis­zins /​ Ver­zugs­zins

    Ver­zugs­zins­satz seit 1.1.2002: (§ 288 BGB) Rechts­ge­schäfte mit Ver­brau­chern: Basis­zins­satz + 5-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen bis 28.7.2014): Basis­zins­satz + 8-%-Punkte Rechts­ge­schäfte mit Nicht­ver­brau­chern (abge­schlossen ab 29.7.2014): Basis­zins­satz + 9-%-Punktezzgl. 40 € Pau­schale Basis­zins­satz nach § 247 Abs. 1 BGB maß­geb­lich für die Berech­nung von Ver­zugs­zinsen seit 01.01.2025 = 2,27 % 01.07.2024 – 31.12.2024 = 3,37

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  • Ver­brau­cher­preis­index

    Ver­brau­cher­preis­index (2020 = 100) 2024 120,5  Dezember 119,9  November 120,2  Oktober 119,7  Sep­tember 119,7  August 119,8  Juli 119,4  Juni 119,3  Mai 119,2  April 118,6  März 118,1  Februar 117,6  Januar Ältere Ver­brau­cher­preis­in­dizes finden Sie im Internet unter: http://www.destatis.de – Kon­junk­tur­in­di­ka­toren – Ver­brau­cher­preise

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  • Rück­zah­lung von Bank­ent­gelten

    Der Bun­des­ge­richtshof (BGH) hat über die Rück­zah­lung von Bank­ent­gelten ent­schieden, die auf­grund einer unwirk­samen Zustim­mungs­fik­ti­ons­klausel (Inkraft­treten von Klau­seln, wenn nicht aktiv wider­spro­chen wird) ver­ein­bart werden sollten. Fol­gender Sach­ver­halt lag den BGH-Rich­tern dazu vor: Eine Spar­kasse infor­mierte den Bank­kunden im Oktober 2017 dar­über, dass er für seine zwei Giro­konten ab dem 1.1.2018 Kon­to­füh­rungs­ent­gelte und Gebühren für

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  • Han­dels­ge­schäft – Mängel sind unver­züg­lich zu rügen

    Kommt es zwi­schen zwei Par­teien zu einem Han­dels­ge­schäft, so hat der Käufer die Ware unver­züg­lich nach der Ablie­fe­rung durch den Ver­käufer zu unter­su­chen und, wenn sich ein Mangel zeigt, diesem dem Ver­käufer umge­hend anzu­zeigen. Unter­lässt der Käufer die Anzeige, so gilt die Ware als geneh­migt, es sei denn, dass es sich um einen Mangel han­delt,

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  • Bin­dungs­dauer eines Arbeit­neh­mers bei Finan­zie­rung einer Fort­bil­dung durch den Arbeit­geber

    Eine Frei­stel­lung eines Arbeit­neh­mers von der Ver­pflich­tung zur Erbrin­gung der Arbeits­leis­tung in Höhe von 50 Tagen im Zusam­men­hang mit einer Fort­bil­dungs­maß­nahme recht­fer­tigt nicht die Ver­ein­ba­rung einer Bin­dungs­dauer von 5 Jahren. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeit­geber im Rahmen der Fort­bil­dungs­maß­nahme zusätz­lich Stu­di­en­ge­bühren in nicht uner­heb­li­cher Höhe trägt (hier ca. 14.000 €). Die Richter des Lan­des­ar­beits­ge­richts

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  • Ver­dienst­aus­fall bei unrich­tiger AU

    Stellt sich heraus, dass eine Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung (AU) feh­ler­haft war, der Arbeit­nehmer aber auf die Rich­tig­keit der AU ver­trauen durfte, kann ein Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen Ver­dienst­aus­fall gerecht­fer­tigt sein. In einem vom Bun­des­ge­richtshof (BGH) ent­schie­denen Fall arbei­tete der Geschä­digte in einer Wasch­straße. Am 8.5.2019 wurde er durch ein Fahr­zeug erfasst, ein­ge­klemmt und erlitt dadurch eine tiefe, klaf­fende Riss-

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