Kategorie: Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht

  • Unfall­ver­si­che­rung beim Duschen anläss­lich einer Dienst­reise

    Fol­gender Sach­ver­halt lag dem Thü­ringer Lan­des­so­zi­al­ge­richt (LSG) zur Ent­schei­dung vor: Ein Arbeit­nehmer befand sich auf einer Dienst­reise, um an einer Eröff­nung eines von ihm betreuten Pro­jekts teil­zu­nehmen. Am Vortag reiste er an und über­nach­tete im Hotel. Am nächsten Morgen rutschte er nach dem Duschen beim Her­aus­steigen aus der Dusche auf dem Fuß­boden aus und brach

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  • „Hono­rar­ärzte” in Klinik sozi­al­ver­si­che­rungs­pflichtig

    Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­falen hat am 16.5.2018 in zwei Par­allel-Ent­schei­dungen die Sozialver­sicherungspflicht von sog. „Hono­rar­ärzten” fest­ge­stellt. Es ging dabei jeweils um Betriebs­prü­fungs­be­scheide von Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­gern, in denen diese die wie­der­holt mehr­wö­chige Tätig­keit von Ärzten in Kran­ken­häu­sern auf Hono­rar­basis als abhän­gige Beschäf­ti­gung ein­ge­stuft hatten. Im ersten Fall han­delte es sich um einen Fach­arzt für All­ge­mein­me­dizin, der als Sta­ti­ons­arzt

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  • Schutz vor Daten­dieb­stählen

    In der Praxis kommt es zzt. ver­mehrt zu Daten­dieb­stählen. Umso wich­tiger ist es Vor­sichts­maß­nahmen zu treffen, um nicht in eine Dieb­stahl­falle zu tappen. Grund­sätz­lich sollten hier ein paar ein­fache Fak­toren beachtet werden. Dazu gehören z. B.: Ver­gabe indi­vi­du­eller und „starker” Pass­wörter für den Zugang zu Online-Accounts. Wenn mög­lich, Nut­zung einer Zwei-Faktor-Authen­ti­sie­rung. Sen­si­bler Umgang mit E‑Mails.

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  • DSGVO – Mel­dung von Daten­pannen

    Die Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung (DSGVO) wirft bis heute immer wieder Fragen auf, wie z. B. welche Daten­pannen gemeldet werden müssen. Bei einer Ver­let­zung des Schutzes per­so­nen­be­zo­gener Daten hat die Mel­dung spä­tes­tens 72 Stunden nach Bekannt­werden an die zustän­dige Auf­sichts­be­hörde durch die Ver­ant­wort­li­chen zu erfolgen. Aus­nahme: Die Panne führt nicht zu einem Risiko für die Rechte und Frei­heiten

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  • Pflicht zum Win­ter­dienst

    Auf öffent­li­chen Straßen und Wegen obliegt der Win­ter­dienst den Gemeinden. Diese küm­mern sich häufig nur um die Fahr­bahnen und über­tragen die Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht für die Geh­wege per Sat­zung auf die Anlieger. Diese müssen dann dafür sorgen, dass der Bürger­steig vor ihrem Anwesen geräumt und gestreut ist. Kommen sie dieser Ver­pflich­tung nicht nach und ver­letzt sich ein

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  • Miet­preis­bremse wurde ver­schärft

    In der Oktober-Aus­gabe 2018 hatten wir bereits über die geplanten Ände­rungen bei der Miet­preis­bremse berichtet. Der Bun­desrat hat nun die Rege­lungen gebil­ligt, sodass diese einen Monat nach der Ver­öf­fent­li­chung im Bun­des­ge­setz­blatt in Kraft treten. Hier die wich­tigsten Ände­rungen kurz zusam­men­ge­fasst: Ver­mieter müssen schon vor Ver­trags­ab­schluss unauf­ge­for­dert und schrift­lich dar­über infor­mieren, ob eine Aus­nahme von der

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  • Rauch­warn­melder – Einbau und War­tung durch Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft

    Mit Urteil vom 7.12.2018 ent­schieden die Richter des Bun­des­ge­richts­hofs, dass Woh­nungs­ei­gen­tümer bei Bestehen einer ent­spre­chenden lan­des­recht­li­chen Pflicht den zwin­genden Einbau und die War­tung von Rauch­warn­mel­dern durch die Gemein­schaft in allen Woh­nungen auch dann wirksam beschließen können, wenn dadurch Woh­nungen ein­be­zogen werden, in denen Eigen­tümer bereits Rauch­warn­melder ange­bracht haben. Fol­gender Sach­ver­halt lag der Ent­schei­dung zugrunde: Im

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  • Alters­grenze – Hin­aus­schieben des Been­di­gungs­zeit­punkts

    Die Rege­lung im Sozi­al­ge­setz­buch, die es den Arbeits­ver­trags­par­teien ermög­licht, im Falle der ver­ein­barten Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nisses bei Errei­chen der Regel­al­ters­grenze den Been­di­gungs­zeit­punkt durch Ver­ein­ba­rung wäh­rend des Arbeits­ver­hält­nisses hin­aus­zu­schieben, ist wirksam. Dabei ist es uner­heb­lich, ob eine Hin­aus­schie­bens­ver­ein­ba­rung vor­aus­setzt, dass nur der Been­di­gungs­zeit­punkt des Arbeits­ver­hält­nisses unter Bei­be­hal­tung der übrigen Ver­trags­be­din­gungen geän­dert wird. Dieser Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts

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  • Mehr­ar­beits­zu­schläge bei Teil­zeit­ar­beit

    Ein teil­zeit­be­schäf­tigter Arbeit­nehmer darf wegen der Teil­zeit­ar­beit nicht schlechter behan­delt werden, als ein ver­gleich­barer voll­zeit­be­schäf­tigter Mit­ar­beiter, es sei denn, dass sach­liche Gründe eine unter­schied­liche Behand­lung recht­fer­tigen. Einem teil­zeit­be­schäf­tigten Arbeit­nehmer ist Arbeits­ent­gelt oder eine andere teil­bare geld­werte Leis­tung min­des­tens in dem Umfang zu gewähren, der dem Anteil seiner Arbeits­zeit an der Arbeits­zeit eines ver­gleich­baren voll­zeit­be­schäf­tigten Arbeit­neh­mers

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  • GmbH-Geschäfts­führer – Ver­trags­un­ter­zeich­nung ohne Ver­tre­tungs­zu­satz

    Bei einem unter­neh­mens­be­zo­genen Geschäft geht der Wille der Betei­ligten im Zweifel dahin, dass der Inhaber des Unter­neh­mens Ver­trags­partner werden soll. Wenn der Geschäfts­führer einer GmbH eine Ver­pflich­tung ein­geht, ist es eine Frage des Ein­zel­falls, ob er – bei feh­lendem Ver­tre­tungs­zu­satz für die GmbH – per­sön­lich haftet oder ob die GmbH ver­pflichtet wird. Unter­zeichnet der Geschäfts­führer

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  • Zuwei­sung von Tele­ar­beit

    Der Arbeit­geber ist nicht allein wegen seines arbeits­ver­trag­li­chen Wei­sungs­rechts berech­tigt, dem Arbeit­nehmer einen Tele­ar­beits­platz zuzu­weisen. Lehnt der Arbeit­nehmer die Aus­füh­rung der Tele­ar­beit ab, liegt des­halb keine beharr­liche Arbeits­ver­wei­ge­rung vor. Eine aus diesem Grund aus­ge­spro­chene Kün­di­gung ist unwirksam. Zu diesem Urteil kam das Lan­des­ar­beits­ge­richt Berlin-Bran­den­burg am 10.10.2018. In dem ent­schie­denen Fall beschäf­tigte ein Arbeit­geber einen Inge­nieur.

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  • Per­so­nen­ge­sell­schafter – Anspruch auf volles Eltern­geld

    Der im Steu­er­be­scheid aus­ge­wie­sene Jah­res­ge­winn ist bei einem Per­so­nen­ge­sell­schafter nicht mehr anteilig im Eltern­geld­be­zugs­zeit­raum als Ein­kommen anzu­rechnen, wenn der Gesell­schafter für diese Zeit auf seinen Gewinn ver­zichtet hat. Zu dieser Ent­schei­dung kamen die Richter des Bun­des­so­zi­al­ge­richts mit ihrem Urteil vom 13.12.2018. Dieser Ent­schei­dung lag der nach­fol­gende Sach­ver­halt zugrunde: Die eltern­geld­be­an­tra­gende Frau führte mit ihrem Bruder

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  • Qua­li­fi­zie­rungs­chan­cen­ge­setz tritt zum 1.1.2019 in Kraft

    Beschäf­tigte erhalten künftig grund­sätz­lich Zugang zur Wei­ter­bil­dungs­för­de­rung auch unab­hängig von Qua­li­fi­ka­tion, Lebens­alter und Betriebs­größe, wenn sie als Folge des digi­talen Struk­tur­wan­dels Wei­ter­bil­dungs­be­darf haben oder in sons­tiger Weise von Struk­tur­wandel betroffen sind. Neben der Zah­lung von Wei­ter­bil­dungs­kosten werden die Mög­lich­keiten für Zuschüsse zum Arbeits­ent­gelt bei Wei­ter­bil­dung erwei­tert. Beides ist grund­sätz­lich an eine Kofi­nan­zie­rung durch den Arbeit­geber

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  • Bun­desrat bil­ligt Brü­cken­teil­zeit

    Am 23.11.2018 hat der Bun­desrat die Ein­füh­rung der Brü­cken­teil­zeit gebil­ligt. Diese tritt zum 1.1.2019 in Kraft. Sie ermög­licht Arbeit­neh­mern in Betrieben, ihre Arbeits­zeit für ein bis fünf Jahre zu redu­zieren. Beson­dere Gründe wie Kin­der­er­zie­hung oder Pflege von Ange­hö­rigen müssen die Beschäf­tigten für die Brü­cken­teil­zeit nicht gel­tend machen. Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass ihr Arbeits­ver­hältnis länger als

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  • Auf­ge­passt beim Online-Ban­king

    Online-Ban­king wird immer beliebter. Vom hei­mi­schen PC aus die Bank­ge­schäfte erle­digen, spart so man­chen Gang zur Bank. Dabei sollten die Nutzer aber auch wachsam – und manchmal miss­trau­isch – bleiben. In einem vom Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg (OLG) ent­schie­denen Fall aus der Praxis hatte sich ein Bank­kunde einen sog. Ban­king-Tro­janer ein­ge­fangen. Dieser for­derte ihn – ver­meint­lich von

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  • Keine Miet­min­de­rung für Wär­me­brü­cken in älteren Woh­nungen

    In zwei vom Bun­des­ge­richtshof (BGH) am 5.12.2018 ent­schie­denen Fällen machten die Mieter unter Beru­fung auf Mängel der Woh­nungen jeweils Gewähr­leis­tungs­an­sprüche gel­tend und begehrten dabei unter anderem wegen der „Gefahr von Schim­mel­pilz­bil­dung” in den gemie­teten Räumen die Fest­stel­lung einer näher bezif­ferten Min­de­rung der von ihnen geschul­deten Monats­miete sowie die Zah­lung eines Kos­ten­vor­schusses für die Män­gel­be­sei­ti­gung. Die

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  • Holz­wurm­be­fall – Rück­tritt vom Kauf­ver­trag

    Auch wenn Käufer und Ver­käufer eines Hauses die Gewähr­leis­tung aus­ge­schlossen haben, kann erheb­li­cher Schäd­lings­be­fall in den Balken des Gebäudes einen Mangel dar­stellen, der zum Rück­tritt berech­tigt. Dies ent­schied das Ober­lan­des­ge­richt Braun­schweig (OLG) am 13.9.2018. In dem ent­schie­denen Fall wies ein Fach­werk­haus einen mas­siven Insekten- und Pilz­be­fall auf. Der Käufer begehrte vom Ver­käufer Rück­erstat­tung des Kauf­preises

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  • Was­ser­schaden wegen Anstauung von Regen­wasser auf der Ter­rasse

    In einem vom Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen (OLG) ent­schie­denen Fall kam es zu einem Was­ser­schaden im Haus, da sich nach einem hef­tigen Nie­der­schlag Regen­wasser auf einer Ter­rasse gesam­melt hatte und in das Haus ein­ge­treten war. Die Ter­rasse war mit einer Mauer umgeben. Der Haus­be­sitzer ver­langte nun von der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung die Über­nahme der Kosten für die Scha­dens­be­sei­ti­gung. Die

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  • Kür­zung des Weih­nachts­geldes aus wirt­schaft­li­chen Gründen

    Ein Arbeits­ver­trag ent­hielt u. a. fol­gende Ver­ein­ba­rung: „Zusätz­lich zum Grund­ge­halt wird … – als frei­wil­lige Leis­tung – eine Weih­nachts­gra­ti­fi­ka­tion gezahlt, deren Höhe jeweils jähr­lich durch den Arbeit­geber bekannt­ge­geben wird und deren Höhe der­zeit ein volles Monats­ge­halt nicht über­steigt. Sofern das Arbeits­ver­hältnis vor dem 1.4. eines Jahres begonnen hat, soll auf die vor­ste­hende Gra­ti­fi­ka­tion im Juni

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  • Ver­wer­tung des Hauses vom Ehe­mann für Pfle­ge­kosten der Ehe­frau

    Für die Betreuung einer Bewoh­nerin eines sta­tio­nären Pfle­ge­heims besteht kein An­spruch auf Pfle­ge­wohn­geld, wenn deren Ehe­mann Allein­ei­gen­tümer eines Hauses ist, aus dessen Ver­wer­tung die Inves­ti­ti­ons­kosten gedeckt werden könnten. Dies gilt auch, wenn die Heim­be­woh­nerin zur Ver­fü­gung über das Haus nicht berech­tigt ist und ihr Ehe­mann sich wei­gert, den Wert des Hauses zur Deckung der Kosten

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  • „Düs­sel­dorfer Tabelle” ab dem 1.1.2019

    In der „Düs­sel­dorfer Tabelle” werden in Abstim­mung mit den Ober­lan­des­ge­richten und dem deut­schen Fami­li­en­ge­richtstag Unter­halts­leit­li­nien, u. a. Regel­sätze für den Kin­des­un­ter­halt, fest­ge­legt. Zum 1.1.2019 wurde die „Düs­sel­dorfer Tabelle” geän­dert. Die Regel­sätze betragen nun: 354 € für Kinder von 0 – 5?Jahren, 406 € für Kinder von 6?- 11 Jahren, 476 € für Kinder von 12

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  • Kein Ver­fall nicht genom­menen Jah­res­ur­laubs

    Ein Arbeit­nehmer darf seine erwor­benen Ansprüche auf bezahlten Jah­res­ur­laub nicht auto­ma­tisch des­halb ver­lieren, weil er keinen Urlaub bean­tragt hat. Zu dieser Ent­schei­dung kam der Euro­päi­sche Gerichtshof (EuGH) mit seinen Urteilen vom 6.11.2018. Weist der Arbeit­geber jedoch nach, dass der Arbeit­nehmer aus freien Stü­cken und in voller Kenntnis der Sach­lage darauf ver­zichtet hat, seinen bezahlten Jah­res­ur­laub

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  • Haf­tung des Arbeit­ge­bers bei fal­scher Bera­tung im Zuge einer Ent­gelt­um­wand­lung

    Jedem Arbeits­ver­hältnis wohnt die Neben­pflicht des Arbeit­ge­bers inne, die im Zusam­men­hang mit dem Arbeits­ver­hältnis ste­henden Inter­essen des Arbeit­neh­mers so zu wahren, wie dies unter Berück­sich­ti­gung der Inter­essen und Belange beider Ver­trags­partner nach Treu und Glauben ver­langt werden kann. Daraus können sich zum einen Hin­weis- und Infor­ma­ti­ons­pflichten des Arbeit­ge­bers ergeben. Zum anderen hat er, wenn er

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